November
26
2007
23:25
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Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

Vor etwas längerer Zeit bekam ich einen etwas geheimnisvollen Review-Auftrag von trigami. Eine vollkommen neuartige – aber noch nicht gestartete – Web 2.0 Community sollte von Betatestern (also uns trigami-Schreiberlinge) näher unter die Lupe genommen werden. Nun war es endlich soweit und die geheimnisvolle Warteseite betatester-wanted.com enthüllte, was mit solch markigen und erwartungsfördernden Sprüchen wie

dass es sich um eine vom Thema her "wirklich" neuartige Socialnetworkplattform handelt mit diversen technischen Applikationen die besonders für Blogger von Nutzen und Interesse sind

doch etwas Spannung in mir auslöste.

Netvoting (eine Voting-Community) ist nun also die hochgepriesene neue Web 2.0 Plattform. Das Kernthema ist ganz einfach: voten, voten und nochmals voten. Votings erstellen, Votings veröffentlichen, an Votings teilnehmen.

Klingt an sich nicht wirklich spannend und auch ich muss zugeben, ich war etwas enttäuscht und hatte mir etwas mehr vorgestellt. Doch im Inneren warteten dann, wie so oft, die etwas unscheinbaren sinnigen Aspekte einer Voting-Community. Lediglich mit der Möglichkeit Votings zu erstellen kann man heutzutage keinen mehr vom Hocker reißen, also gibt man einen Schuss aktuellen Web Zwo Null Gedankens dazu und die Sache gerät ins Rollen. Somit handelt es sich um eine vollwertige Web 2.0 Community mit Tags, Kategorien, Gruppen, Feeds, AJAX und was noch dazugehört. Die eigenen Votes können aber nicht nur auf der Netvoting gehostet werden, sondern auf verschiedene Weisen in eigene Websites eingebunden werden. So bietet sich die Verlinkung mittels Permalink, die Einbettung mittels JavaScript-Snippet oder aber 1-Klick-Veröffentlichungen auf bekannte Blog-Hosting-Anbieter (wie bspw. blogger.de, myblog.de, twoday.net oder blogg.de) oder aber andere Communities wie myspace, facebook, blogger oder aber iGoogle an. Für letzteres muss lediglich der Login und Passwort angegeben werden und die Votes sind mit einem simplen Klick auf der eigenen Seite. Sehr praktisch ist in Anbetracht der Einbettung auf der eigenen Website die Möglichkeit, das Vote-Panel mit verschiedenen Styles zu versehen. Dabei kann man aus diversen Vorgaben wählen oder aber das Layout/Design mittels CSS an die eigene Website anpassen.

In der Community hat man dann noch die Möglichkeit sich sehr ausführliche Statistiken zu den Abstimmungen anzuschauen. Da bei der Registierung auch die Region der User erfasst wird, taucht auch dieses Kriterium in den Stats auf. Ein stündlich aktualisierter RSS-Feed zu jeder Umfrage ermöglicht dann noch die Überwachung der Resultate.

Alles in allem fehlt es dem umfragefreudigen Surfer also an nichts. Bleibt nur die Frage nach dem: Wieso überhaupt Umfragen erstellen und wieso dafür nicht die altbekannten Voting/Poll-Skripts oder Plugins für mein Blogsystem weiternutzen? Und wie bei eigentlich jeder Community ist und bleibt hierbei die Antwort: es ist neuer, es ist schicker und es profitiert einfach vom sozialen Netzwerk. Denn wo könnte sich die soziale Vernetzung sinnvoller durchsetzen als bei Umfragen?

Ich persönlich habe kaum etwas von Netvoting, da ich eigentlich noch nie so richtig auf Umfragen gestanden habe. Wer aber Spaß daran hat, findet in der Netvoting-Community eine tolle Plattform. Die Votings sehen gut aus, können sogar an den eigenen Style angepasst werden, sind einigermaßen einfach eingebettet und die Klientel einfach groß genug, dass Umfragen richtig Spaß machen können. Bei letzterem ist natürlich auch die aussagekräftige Statistik hilfreich. Apropos aussagekräftig: Mehrfachabstimmungen können mittels Cookie und IP-Filter ausgeschlossen werden und auch die Randomisierung der Reihenfolge der Antworten ist eine nette Idee.

2–3 kleine Kritikpunkte muss ich leider noch zum Schluss erwähnen:

  • der Snippet-Code enthält nicht W3C-konformen HTML-Code und funktioniert somit nicht überall
  • ein Plugin für die diversen Blogsystem wie WordPress, Serendipity und Co würde die Einbettung in Posts wesentlich erleichtern, der Snippet-Code lässt sich nur mit Biegen und Brechen in einen WordPress-Post einfügen
  • die Sammlung von personenbezogenen Daten wie Alter, Region, Beruf in Kombination mit Antworten auf Umfragen jagt mir bei den aktuellen Diskussionen zur Vorratsdatenspeicherung einen gewaltigen kalten Schauer über den Rücken!!!
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November
27
2007
22:15

Hey Andreas, wusstest Du, dass Google Blogs abstraft, die für trigami bloggen? :(So von wegen bezahlte links und so…

November
27
2007
22:48

Ja, hab ich am eigenen Blog erfahren müssen. PR0… Aber was soll’s, die Rankings in den Suchergebnissen passen noch, was will ich mehr. Längenvergleiche über PR brauche ich nicht. Ich finde generell komisch, dass Google komplette Domains für angeblichen Link-Verkauf abstraft. Die Suchergebnisse sollen nicht mehr durch verkaufte Links verfälscht werden. Soweit so gut, aber wieso dann die komplette Website abstrafen und nicht die Einzelseiten mit Kauf-Links runterstufen??? Mir als Google-Nutzer wäre es ja wirklich lieber, würden die tausend Preissuchmaschinen mal gefiltert werden. Denn lieber lese ich einen gekauften aber ehrlichen Review als tausende von Preisvergleichen.

November
27
2007
22:51

Ja, das ist wohl wahr. Aber an dieser Stelle geht es Google wohl einfach nur um die Konkurrenz. Google verdient sein Geld durch den Verkauf von Links (Werbung) und da sind diese Linkverkäufer gleich doppelt böse.
Einerseits direkte Konkurrenz – andererseits verfälschen sie ja die SERPs. Und dann die Preissuchmaschinen…an denen verdient Google ja auch ne Menge durch die Klicks…also warum die großen abstrafen.
Ich hab inzwischen schon einige Male gesehen, dass Google gegen die Kleinen vorgeht, die Großen aber in Ruhe lässt. Pfffz!

November
27
2007
23:00

Ja, Google spielt sich wirklich auf. Kann man wohl auch, wenn der große Big-Brother-Plan so erfolgreich verläuft…

Ich bin auf den PR nicht angewiesen, denn ich brauche keine massigen Visits, die mir hohe CTRs einbringen. AdSense ist wirklich gut, aber wirklich Geld verdient man damit nicht. Ich will ab und zu mal den einen oder anderen $ dazuverdienen, um die Domainkosten herauszubekommen. Die Kosten über Reviews reinzuholen finde ich sogar noch viel ehrlicher als über AdSense. Klar, AdSense ist kontextsensitiv und dürfte sinnvolle Links produzieren, aber ein Review bringt doch wirklich viel mehr. Bei trigami hat man nunmal die Freiheit frei zu schreiben. Ich habe bisher 5 Reviews geschrieben, mehr als 15 abgelehnt und in keinem Review ein Blatt vor den Mund genommen. Reviews (wenn sie ehrlich sind) in SERPs finde ich wesentlich sinnvoller als kontextsensitive Anzeigen mit Anzeigetexten einer Marketing-Abteilung… Bei AdSense-Werbung weiß ich vorher nicht, ob ich wirklich bekomme, was der Text mir anpreist. Ein Review kann man da schon besser beurteilen!

November
27
2007
23:08

Ich sehe da auch keinen wirklichen Sinn in dieser Abstrafung von trigami-Bloggern. Wobei ich mir habe sagen lassen, dass viele Reviews nur wegen der Links gebucht worden sind.
Ich finde das auch klasse, dass Du weiter dazu stehst. Das Geschäftsmodell von trigami ist eigentlich auch gut. Und Du hast Recht, mit AdSense Geld zu verdienen ist nicht ganz einfach.
Aber das ist eben ein Problem der Monopol-Stellung Googles..sie können machen, was sie wollen 🙁

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