Juli
20
2008
20:05
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Post Meta:

Nachdem ich schon seit etwas längerem mit dem Tamron 17–50⁄2.8 XR Di Ⅱ LD absolut zufrieden bin, hat mich die Gier nach Lichtstärke gepackt und ich habe mir nun endlich ein Telezoom mit durchgängiger Lichtstärke von 2.8 bestellt.

Schon des öfteren habe ich mich nach einem Telezoom mit einem Brennweitenbereich von 70–200mm oder 70–300mm umgeschaut, aber jedes Mal wieder ob des Preises gezögert. Denn eigentlich standen für mich nur die tollen Canon Profi-Objektive mit dem im Namen zur Wahl. Insgesamt stehen vier 70–200mm Canon-Objektive zur Wahl. Lichtstärke 2.8 oder 4.0 und jeweils mit oder ohne IS (Bildstabilisator).

Die preisliche Staffelung ist dann natürlich:

  1. ~550 € – 70–200L 4.0 USM
  2. ~1000 € – 70–200L 4.0 IS USM
  3. ~1100 € – 70–200L 2.8 USM
  4. ~1600 € – 70–200L 2.8 IS USM

Einen IS brauche ich persönlich nicht, mir ist die Lichtstärke doch wesentlich wichtiger, da ich in Available Light Situationen entweder wie auf Konzerten Action habe – Bildstabilisierung also total unnötig wäre – oder aber absolut stille Momente einfange und dementsprechend ohnehin mit dem Stativ unterwegs bin. Bisher habe ich erst mit einem Objektiv Erfahrungen mit dem Bildstabilisator machen können, dem Canon EF 28–135 IS USM. Der Bildstabilisator arbeitet wirklich sehr gut, auch wenn es einer der ersten Generationen ist, aber ich merke immer wieder, wie selten ich ihn dann doch brauche.

Also noch einmal Glück gehabt, das teuerste Objektiv muss es schon mal nicht sein. Das günstigste aber leider auch nicht! Ich habe jedoch vor kurzem Referenzfotos vom Sigma 70–200 2.8 EX DC HSM Macro Ⅱ gesehen und muss sagen, dass das Objektiv für lediglich 65 % des Kaufpreises des entsprechenden Canon EF 70–200 2.8 L USM doch sehr überzeugende Resultate liefert.

Sicher, es ist nicht Profi-Grau und auch nicht aus so hochwertigem Metall, wie das Canon-Original, aber auch das ist mir relativ egal. Zum einen mag ich eigentlich kein graues Objektiv an einem schwarzen Kamera-Body und zum anderen ist das Finish der EX-Modelle von Sigma sehr edel, wie ich bereits bei meinem Weitwinkel (Sigma 10–20 EX DC HSM) bemerken durfte!

Laut diversen Testberichten ist der Sigma-HSM (Hyper Sonic Motor) dem Canon-USM (Ultra Sonic Motor) ebenbürtig, was ich von meinem Weitwinkel ebenfalls bestätigen kann. Was leider alle Tele-Zooms dieser Lichtstärke mit sich bringen ist das brachiale Gewicht und die enormen Ausmaße. Das Sigma bringt es als kleinstes und leichtestes dennoch auf stolze 1,3kg und eine Länge von 19cm (mit Gegenlichtblende sind es dann bereits 24cm). Dementsprechend findet sich natürlich auch eine Stativstelle am Objektiv, ansonsten wäre die Montage einer mit diesem Objektiv besetzten Kamera auf ein Stativ eine äußerst wackelige Angelegenheit.

Leider ist das Objektiv noch nicht eingetroffen, aber nach diesem Wochenende beim Traffic Jam Festival (Fotos folgen NATÜRLICH in Kürze) kann ich es kaum noch erwarten, auch wenn ich schon Bedenken habe, meine Foto-Taschen damit zum Platzen zu bekommen. Ich habe mal wieder bemerkt, wie überaus gut die Kombination eines 2.8er Objektives in Verbindung mit ISO1600 bei Konzerten funktioniert. Das Tamron 17–50 2.8 hat farblich und auch in puncto Schärfe natürlich die besten Ergebnisse erzielt, mein Canon EF 100–300 USM war jedoch was die Schnelligkeit des Autofokus und die Schönheit des Bokehs/der Freistellung betrifft um Längen besser.

Mit dem Sigma 70–200 2.8 hoffe ich nun die perfekte Kombination beider Objektive gefunden zu haben und werde in Kürze dann auch meinen Objektivpark aufräumen. Er soll dann lediglich 3–4 Objektive umfassen und aus folgender Staffelung bestehen:

  • Sigma 10–20⁄4.5–5.6 EX DC HSM
  • Tamron 17–50⁄2.8 XR Di Ⅱ LD
  • Sigma 70–200⁄2.8 EX DC HSM Macro Ⅱ
  • Canon EF 50⁄1.8 II

Damit habe ich zwar ein Loch von 50–70mm, aber ich denke, dass ich damit doch einigermaßen zurecht kommen werde. Fußzoom ist angesagt…

Die restlichen Objektive (Canon EF 28–135⁄3.5–5.6 IS USM und das Canon EF 100–300⁄4.5–5.6 USM) gehen dann leider schweren Herzens in die Hände des nächsten Zweitbesitzers (Interessenten dürfen sich gerne melden). Das alte Kit (Canon EF 18–55⁄3.5–5.6) geht dann auch in die elektronische Bucht. Wie man sieht, mache ich recht verspätet meinen Frühjahrsputz.

Was aber viel wichtiger ist: ich freue mich tierisch auf den neuen lichtstarken Boliden in meiner Foto-Tasche und die Fotos, die dann demnächst an der nordamerikanischen Ostküste entstehen werden!

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Juli
30
2008
11:36

Hi,
ich hab das 70–200L 4.0 IS USM CAnon und bin damit sehr zufrieden. Sowohl Lichtleistung als auch Schärfe sind 1A. Ich mach aber nur normale Fotos und schieße keine „Testfotos“ von einer Ziegelmauer.

Tom

Juli
30
2008
16:53

Solche Testfotos finde ich auch unsagbar schrecklich. Ich fotografiere in der Praxis und da müssen die Bilder gut sein, Punkt aus 🙂 Ich bin auch schon auf die ersten richtigen Fotos mit dem Sigma gespannt. Bisher habe ich schnell am Straßenrand 2–3 Pferde im Abendlicht fotografiert, da machte die durchgängige 2.8er Offenblende schon richtig Spaß! Auch so liegt das schwere Objektiv gut in der Hand und lässt sich sehr stabil halten.

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