August
27
2008
14:27
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Deutschland und seine Zeitzone hat mich wieder!

Nach schlaflosem Rückflug, dementsprechend langem letzten Urlaubstag und einer mehr als halbtägigen Nacht bin ich wieder fit und relaxed. Wir sind gegen 21Uhr in New York losgeflogen und ca 7h später pünktlich um 11Uhr in Frankfurt gelandet. Wie bereits erwähnt, konnte ich trotz unendlicher Müdigkeit nicht mehr als eine handvoll Sekundenschlafeinheiten nehmen und habe mich dann dazu entschlossen, der deutschen Zeitzone entsprechend schlafen zu gehen. Also weitere 12h gewartet und dann letztendlich genüsslich 13h geschlafen. Was für eine Tortur…

Was gibt es zu berichten? Eine Menge!

New York – Days 1 to 4

New York war einfach der Wahnsinn und ich hätte gut und gerne auch noch ein paar Wochen länger dort verbringen können. Facettenreich waren die 4 Tage jedenfalls, wie man es von kaum einer anderen Stadt kennen dürfte. Da ich kein guter Reiseführer bin, muss hier eine kurze Liste unserer Ausflugsorte und die Verlinkung in die Foto-Galerien genügen…

Mitgenommen haben wir natürlich sämtliche Touristen-Plätze. Das Empire State Building, die Statue of Liberty, den Battery Park, den City Hall Plaza und den City Hall Park, das Financial District, Little Italy und Chinatown, die Brooklyn Bridge, die Grand Central Station, den Columbus Circle, den Times Square, das Flatiron, den Riverside Park, den legendären Drehort von Ghostbusters in Tribeca und natürlich den Central Park.

Erlebt haben wir dabei auch das eine oder andere. So trafen wir bei unserem mittäglichen Aufenthalt in einem Biergarten im Central Park Thomas Cavanagh, der in Scrubs den Bruder vom Protagonisten J.D. spielt. Er lief mehrere Male mit seiner Tochter vorbei, als wir bei „leckerem“ Bier die diversen Softball-Spiele am Sonntagmittag genossen. Nettes Zitat des Kellners bei unserer Bestellung eines Biers um kurz vor 12. „You’ll have to wait ‚til noon, so Ⅰ can serve you alcohol. Sorry guys, it’s a New York law!“. Und ich dachte wir Deutschen seien immer so penibel genau…

Des Weiteren haben wir natürlich auch mehrere Kneipen und Bars ausprobiert und dabei auch direkt 2 sehr gute Adressen gefunden. Zum einen das Molly’s Pub (287 3rd Ave) mit urigem Ambiente und enorm leckeren Burgern (einem der besten auf dem ganzen USA-Trip)! Zum anderen die 55 Bar (55 Christopher St) mit ebenfalls tollem Jazz-Ambiente, stimmiger Live-Band und dem bisher besten White Russian, den ich je hatte (auch wenn er im Humpen serviert wurde…).

Im Riverside Park haben wir uns dann die Acoustic Sundays angeschaut, ein Open-Air Konzert, das jeden Sonntag auf einem Pier am Hudson aufgeführt wird. Das Konzert war so la la, der Sonnenuntergang gen West New York hingegen der Knaller! Mein absolutes Highlight hingegen war das Empire State Building. Das Reservieren der Tickets im Internet war einfach nur gut, so sparten wir ca. 75 % Wartezeit und scheinbar stehen die Amis darauf, wenn Kunden mit ausgedruckten Coupons aufwarten… komisches Volk, in Deutschland würde das doch jeder Möchtegern-Schwabe machen! Das Highlight war jedoch ein anderes: der Blick auf die Stadt bei BESTEM blauen Himmel mit dicken Cummulus-Wolken. Das in Verbindung mit einem Polfilter auf meinem Weitwinkel hat einfach nur Spaß gemacht. Ein Blick auf die Bilder ist absolut zu empfehlen, ich bin total verliebt in sie 🙂

Unvergesslich bleibt für mich auch der geglückte Augenblick, an dem wir vor dem Drehort von Ghostbusters in Tribeca (10 N Moore St) aufgetaucht sind. Just in dem Moment fuhr ein fetter Feuerwehrwagen heraus! Die Bilder wurden dadurch doch sehr aufgewertet, das Gebäude an sich ist halt einfach relativ fad…

Long Island – Day 5

Nach New York begann dann unser Roadtrip. Anlässlich des Dollarkurses und des (für uns Europäer) günstigen Spritpreises, durfte natürlich nichts kleineres als ein ordentlicher Chevy Trailblazer angemietet werden. 4,3 Liter Maschine, Automatik und Tempomat – we’re on the road again!

Long Island hat wirklich tolle Strände und ist durch die knappe Breite von lediglich 20km sehr gut und einfach erkundbar. Die Straßen sind zudem auch wunderbar leer und angenehm befahrbar. Insbesondere die Küste der Star Island (östlichster Zipfel von Long Island) hat mich begeistert und einige tolle Foto-Motive geliefert. Als Abschluss ging es dann mit der Fähre von Orient Point wieder zurück ans richtige Festland nach New London und ab ins geheiligte erste Motel auf unserem Trip.

Cape Cod – Days 6 to 8

Die nächsten Tage liefen recht entspannt ab, wir waren im typischen Roadtrip-Feeling. Den eigentlichen Zwischenstopp in Providence (Haupstadt von Rhode Island, ein relativ langweiliger Bundesstaat) haben wir uns dann gespart, die Stadt hatte einfach nichts zu bieten… Das nächste Highlight nach den schnellen Highways in Massachusetts war jedoch das erste richtig gute Frühstück in den USA bei Friendly’s. Schnell, günstig, lecker aber leider genauso ungesund wie in New York und Co. Danach ging es auf einen Nachmittagstrip zum Whale Watching. Die Vormittagsrunde hatten wir leider verpasst, das jedoch zu unserem Besten. Das Wetter war nachmittags hervorragend – ja nahezu perfekt – und so hatten wir zusätzlich zu den absolut beeindruckenden Walen auch eine schöne Fahrt raus auf den Atlantik. Ich hätte weder erwartet so viele Wale zu sehen, noch diese aus so dichter Nähe zu Gesicht zu bekommen. Mit dem 200er Tele waren somit richtig geniale Bilder möglich! Ich kann so einen Whale Watching Trip nur empfehlen, die Wale scheinen richtig Spaß zu haben, begleiten die Boote und der Captain dreht zahlreiche Runden, so dass man sehr viel Zeit hat, die Wale in Ruhe zu betrachten. Als Abschluss des Tages gab es dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang auf der Rückfahrt.

Die nächsten 2 Tage waren dann fotofrei und rein der Entspannung gewidmet. Wir fuhren entlang der Küste von Cape Cod hoch nach Provincetown, dem nördlichsten Ort des Kaps. Leider hatten wir uns einen nicht ganz so optimalen Anreisetag ausgesucht, so dass wir 2 Kerle pünktlich zu einer Carnival Parade angelangten. Dazu muss man wissen, dass Provincetown ein beliebtes Urlaubsziel von Lesben und Schwulen ist. Dementsprechend sah dann natürlich auch die Carnival Parade aus… Als 2‑(Hetero‑)Mann-Trupp dort aufzutauchen, erschien uns nicht allzu passend, so dass wir dann doch lieber einen ruhigen Strandausflug zum Race Point machten.

Boston – Days 9 to 11

Der letzte Ausflugsort auf dem Trip war Boston, also zurück in die Großstadt-Zivilisation. Vorher musste aber natürlich noch ein gepflegter Shopping-Trip in ein All-American Outlet-Center gemacht werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut und günstig man dort einkaufen kann… Shopping-Fieber!

Boston verlief dann relativ unspektakulär, ich tippe darauf, dass wir einfach sehr müde und kaputt waren. Am ersten Abend wurden ein paar sehr leckere Biere (Kilkenny aka Smithwicks) und wieder einmal ein guter Burger im Black Rose Pub (160 State St) genossen. Ich war leider etwas verpeilt und hatte meinen Reisepass im Hotel liegen lassen, der Eintritt in diverse Kneipen wurde mir/uns damit leider verwährt… Goddamnit!

Am nächsten und damit vorletzten Tag wurde fleißig – und schön touristisch – der Freedom Trail abgelaufen und das New England Aquarium angeschaut. Beides nicht sonderlich aufregend, insbesondere vom Aquarium hätte ich mir doch einiges mehr erwartet! Im Grunde ist es nicht mehr, als ein großer Aquarium-Anbau wie man ihn von einem größeren Zoo bereits erwarten kann. Da konnte auch das Berühren einiger Stachelrochen und Katzenhaie nicht drüber hinwegtäuschen. Schade, für 20 $ hätte ich mir besseres gewünscht.

Am letzten Tag hieß es Abschied nehmen, nach New York zurückfahren und den Mietwagen abgeben. Vorher aber wurde natürlich noch ein kurzer Ausflug nach Harvard und ans MIT unternommen. Vom MIT haben wir leider nicht allzu viel mitbekommen, der Campus ist mir etwas zu innenstadt-lastig, was aber sicher am Technik-Schwerpunkt der Uni liegen mag. Harvard hat in der Hinsicht einen eher typischeren Campus zu bieten und gefiel mir dementsprechend um Längen besser. Das lag aber auch daran, dass Harvard durch die vielen Grünflächen sehr idyllisch ist und die wunderschönen Backstein-Häuser sehr authentisch und historisch wirken.

Danach ging es auch schon zum Flughafen, durch die Sicherheitskontrollen und ab in den Flieger… Urlaub adé, Deutschland ahoi und damit auch zurück zu gesünderem Essen, schnellen Autobahnen und ständig wechselndem Wetter…

Tracklogs

Natürlich haben wir sämtliche Schritte (auch die Flüge!) mit GPS-Trackern gelogged…

Für die Interessierten unter euch hier nun also die Tracklogs und der Geofeed (Tracklogs mit Fotos).

Foto-Galerien

Hier nun aber endlich die Foto-Galerien…

USA-Trip 2008

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